Gestalttherapie in Zürich - für mehr Klarheit und Lebendigkeit
In der Gestalttherapie geht es darum, wieder in einen lebendigen Kontakt mit dir selbst, mit anderen und mit deinem eigenen Leben zu kommen. Dabei kann Raum entstehen für das, was gerade da ist, für Gefühle, Bedürfnisse, Fragen und für das, was sich verändern möchte.
Was ist Gestalttherapie?
Die Gestalttherapie ist ein humanistisches und erfahrungsorientiertes Verfahren, das dich dabei unterstützt, wieder mehr mit dir selbst, deinen Gefühlen, Bedürfnissen und deiner Lebendigkeit in Kontakt zu kommen.
Im Zentrum steht die Annahme, dass persönliches Wachstum nicht durch Selbstoptimierung oder das ständige Bemühen entsteht, jemand anderes zu werden. Veränderung kann vielmehr dort entstehen, wo du dir erlaubst, dich bewusst und ehrlich so wahrzunehmen, wie du im gegenwärtigen Moment bist.
Im Laufe des Lebens kann es passieren, dass bestimmte Gefühle, Bedürfnisse oder Persönlichkeitsanteile zurückgehalten werden, um dazuzugehören, Konflikte zu vermeiden oder dich vor Verletzungen zu schützen. Diese oft unbewussten Anpassungen waren ursprünglich sinnvolle Strategien. Später können sie jedoch dazu führen, dass du dich von dir selbst entfernst, dich blockiert fühlst oder immer wieder in ähnliche Muster gerätst.
In der therapeutischen Begleitung geht es darum, solche Muster zu erkennen und die eigene Wahrnehmung zu vertiefen. Dabei geht es weniger um die Analyse der Vergangenheit als um das Erleben dessen, was sich im aktuellen Moment zeigt, in deinen Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen und im Kontakt mit anderen Menschen.
Ein zentrales Anliegen ist die Förderung von Selbstverantwortung, Selbstunterstützung und authentischem Selbstausdruck. Indem du dir selbst bewusster begegnest, können neue Wahlmöglichkeiten entstehen und die Fähigkeit wachsen, dein eigenes Leben aktiv zu gestalten.
Die therapeutische Beziehung spielt dabei eine zentrale Rolle. Im vertrauensvollen und echten zwischenmenschlichen Kontakt entsteht ein Raum, in dem wahrgenommen werden kann, was ist, und sich daraus neue Möglichkeiten entwickeln können.
"Veränderung tritt ein, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist."
Arnold Beisser
Mögliche Themen und Anliegen in der Gestalttherapie:
Schwierigkeiten, die eigenen Gefühle wahrzunehmen oder auszudrücken
Wiederkehrende Beziehungsmuster und Konflikte in Partnerschaft, Familie oder Beruf
Starke Anpassung an die Erwartungen anderer und Schwierigkeiten, eigene Grenzen zu setzen
Die eigenen Bedürfnisse schwer wahrnehmen oder ernst nehmen
Niedriger Selbstwert, Selbstzweifel und Angst vor Ablehnung oder Kritik
Scham- und Schuldgefühle
Innerer Druck und Perfektionismus
Erschöpfung und das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen
Entscheidungsprobleme, innere Blockaden und Aufschieberitis
Gefühl von Sinnlosigkeit oder Orientierungslosigkeit
Hemmungen im authentischen Selbstausdruck
Wiederkehrende Spannungen zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Bedürfnis nach Freiheit
Krisen, Übergänge und persönliche Neuorientierung
Psychosomatische Beschwerden
Wunsch nach mehr Lebendigkeit, Präsenz und Selbstkontakt
Wer sich tiefer über Gestalttherapie informieren möchte, dem empfehle ich:
Literatur: Bruno - Paul de Roeck, Gras unter meinen Füssen.
Albrecht Boeckh, Gestalttherapie – Eine praxisbezogene Einführung.
Fritz Perls, Gestalttherapie in Aktion.
Haltung in der Gestalttherapie
Einige für mich wesentliche Aspekte der gestalttherapeutischen Begleiterhaltung sind:
Achtsamkeit und Präsenz: Der Fokus liegt auf dem gegenwärtigen Moment, auf dem, was gerade passiert – sowohl in deinem inneren Erleben als auch im Kontakt zwischen dir und mir.
Dialogische Beziehung: Ich und Du - wir begegnen uns auf Augenhöhe. Es geht um authentischen Kontakt, in dem wir beide unsere Wahrnehmungen und Empfindungen in die therapeutische Beziehung einbringen dürfen.
Förderung der Selbstwahrnehmung: Du wirst ermutigt, dich deinen Gefühlen, Gedanken und Körperempfindungen bewusst zu werden. Diese gesteigerte Selbstwahrnehmung hilft dir dabei, eigene Muster zu erkennen und neue Handlungsmöglichkeiten zu finden.
Klientenzentriert: Anstatt Lösungen oder Ratschläge zu geben, lade ich dich ein, deine eigenen Antworten zu finden. Dies geschieht oft durch experimentelles Erforschen von Situationen oder Emotionen.
Gleichgewicht zwischen Unterstützung und Herausforderung: In meiner Begleitung biete ich dir sowohl Halt als auch sanfte Konfrontation, um dich dabei zu unterstützen, Wachstum und Veränderung zu ermöglichen, ohne dich dabei zu überfordern.
Integration von Körper und Geist: Da ich den Menschen als Ganzes betrachte, werden nicht nur mentale, sondern auch körperliche Prozesse in die Therapie einbezogen. Deine körperliche Empfindungen und Bewegungen können dir Aufschluss über deine emotionalen Zustände geben.
Was kosten Sitzungen für Gestalttherapie?
Einzelsitzung: CHF 130.– / 60 Minuten
Die Sitzungen finden in meiner Praxis in Zürich oder online statt.
Ein telefonisches Vorgespräch oder ein Erstgespräch von 30 Minuten ist kostenlos.
Gestalttherapie wird nicht von den Krankenkassen übernommen.
«Was ist, darf sein, und was sein darf, kann sich verändern.»
Werner Bock